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    Im Keller lebt ein Drache

    In der Zeit nachdem das Vorwerk in private Hände gelangt war, geschah etwas Seltsames. Die damaligen Hausherren schickten eines Tages die Magd in den Keller, um etwas zu holen. Doch sie kam nicht wieder nach oben und so schickte man den Knecht hinunter, um nach ihr zu sehen.

    Doch als auch der Knecht nicht wieder kam, ließ man den Hofhund hinunter; ein weiteres Menschenleben wollte man nicht riskieren. Der Hund blieb ebenfalls verschollen.

    Es gab keine andere Erklärung, als daß dort unten ein Drache hauste. So mauerte man den Teil des Kellers zu, in dem die Magd, der Knecht sowie der Hund verschwunden waren, damit der Drache nicht hinaus könnte.

    Bis heute ist der Teil des Kellers zugemauert.

    Geschichtliches

    1721 errichtet der Fürst Johann August von Anhalt-Zerbst einen neuen Deich mit Siel. Der entstandene Siel und der Groden werden nach seiner Frau Hedwig Friederike benannt

    1730-1733 wird das Friederiken Vorwerk errichtet (ebenfalls benannt nach Hedwig Friederike)

    1741 geht das Vorwerk an Privatpersonen. Aus der Zeit stammt auch die Legende mit dem Drachen, der im Keller des Hauses sein Unwesen treibt.

    1738 entsteht das Portal. Es zeigt die Wappen von Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Württemberg, die Initialen des Fürsten und seiner Frau. Zudem zeigt es den dänischen Elefantenorden, dessen Träger Johann August war. Das Portal ist bis heute erhalten.

    Viele Details über den Deichbau und das Vorwerk können sie bei uns in einer Mappe nachlesen, in der historische Dokumente zu finden sind.